Unterstützt durch
FULDA-Logo

23. Juni 2016 | David

800km to go … die letzte Etappe bis zu den Lofoten und der Rallye-Party

Um das ambitionierte Ziel – pünktlich um 20.00 auf der Insel Gimsoya zur Rallye-Party zu sein – zu erreichen klingelte der Wecker früh und wir waren um 6.30 auf der Strecke um ordentlich Kilometer zu machen. Bevor wir dann bei Mo i Rina aber nach Norwegen kommen, galt es noch einen Baum zu pflanzen und einen weiteren Fulda-Artikel einzutauschen.

So erhielten wir ca. 100km vor Norwegen in einem kleinen Ort im dortigen Kindergarten den Tipp, doch bei dem netten älteren Herren nebenan für unsere Mission vorbeizuschauen. In dem kleinen Restaurant wurden wir dann von dem 90-jährigen Klas Jakobssen äußerst nett begrüßt, um dann jedoch festzustellen, dass es bei kompletter Sprachbarriere gar nicht so leicht ist zu erklären, dass man in den Tauschgegenstand (die Fulda-Tasse) keinen Kaffee möchte, sondern ihn gegen irgendetwas eintauschen möchte. Als Markus dann auch noch das Bäumchen, Schippe und Gießkanne holte, war Klas vollends verwirrt und ludt uns kurzerhand zu seiner Spezialität – dem Aircraft-Schnitzel ein, was dann gegen 10.30 unser verspätetes Frühstück darstellte.

Passend zum Slogan „German High Technology“ von Fulda erzählte Klas uns mit Händen und Füßen sowie seiner Patentbescheinigung, dass er der Erfinder eines Luftreinigungssystems für Industriehallen ist, also „Swedish High Technology“. Nach dem leckeren Schnitzel gingen wir dann gemeinsam nach draußen, um dort das Bäumchen zu pflanzen, bevor wir uns dann nach ca. 1,5 Stunden Aufenthalt (geplant waren maximal 10 Minuten) wieder in Richtung Lofoten zu begeben.

Auf dem Weg nach Norwegen stellten wir fest, dass wir mit unserem Bier-Großeinkauf in Flensburg und den 2 Boxen von der Rallye-Organisation deutlich über den erlaubten 6.5 Litern lagen, die erlaubt sind. Während wir noch planten, ob und wie wir das Bier am besten verstecken und schmuggeln könnten, waren wir schon längst über der Grenze wie wir plötzlich an den anders aussehenden Straßenschildern sahen. Landschaftlich wurde es nun deutlich bergiger und auf den Berghängen war vereinzelt Schnee zu sehen.

Dass unsere Aufholjagd von Erfolg gekrönt war, merkten wir als wir endlich ein weiteres Team überholten und dann zwei weitere Teams an der nächsten Tankstelle trafen. Die Jungs aus Heidenheim hatten ebenso wie wir eine 2-tägige Zwangspause hinter sich, da die Frontscheibe riss und ausgetauscht werden musste. Nun hatten sie Motorprobleme in ihrem VW LT28 und warteten auf Hilfe. Nach einem kurzen Schnack und der Erkenntnis, dass wir sowie nicht helfen konnten wünschten wir viel Glück und hofften, dass man am Abend auf den Lofoten gemeinsam anstoßen könne.

Weiter auf der Strecke wartete zwischen Mo i Rana und Fauske dann auch schon das nächste Highlight, die erste Überquerung des nordlichen Polarkreises für uns beide (das sind die Breitengrade mit der Mitternachtssonne, bei denen zu Midsommar die Sonne nicht untergeht). Ein kurzes Erinnerungsfoto und weiter ging es auf dem steinigen Hochplateau in Richtung Fähre zu den Lofoten. Gegen 18.20 kamen wir dann auch in Bognes an und hatten Glück dass wir nur 10 Minuten warten mussten, um zu der einstündigen Überfahrt nach Lodingen überzusetzen.

An der dortigen Tankstelle trafen wir dann auch zwei weitere Teams, die sie sich in typisch deutscher Manier erst einmal über die hohen Spritpreise beschwerten. Unsere Vorfreude konnte dies in keinster Weise trüben, da wir es nun tatsächlich auf die Lofoten geschafft haben und nach einer noch zweistündigen Fahrt in spektakulärer Landschaft die Rallye-Party erreichen sollten. YEAH J

Dort angekommen wurden wir auch schon freudigst von den anderen Teams begrüßt und konnten nun endlich die aus Hamburg mitgebrachten Biere genießen. Die Location war einzigartig: Karibisch anmutender Sand und Wasser, Lagerfeuer am Strand, ein riesiger noch leicht schneebedeckter Berg im Hintergrund und die typisch norwegischen Hütten sowie eine Nacht die nicht dunkel wurde.