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13. Mai 2016 | David

Ein Fiebertraum – Wie die Idee zur CO2mpensio-App entsteht

Es ist kurz nach Weihnachten, die Anmeldung zur Rallye steht und ich liege im Bett mit Fieber. Was hat Papa noch gesagt: „ Wie, du nimmst an einer Rallye teil? Das ist doch schizophren, auf der einen Seite ÖKO predigen auf der anderen Seite CO2 zum Spaß in die Atmosphäre ballern? Überleg mal was du da machst mein Sohn!“ Und wie das so ist, auch wenn man nicht will, die Worte der Eltern wirken immer ein wenig nach.

Ich liege also mit Fieber im Bett und bin mir nicht sicher, ob das die richtige Entscheidung mit der Rallye war. Klar, es ist eine Charity- Rallye, aber ganz ehrlich, das reicht meinem Anspruch als selbst ernanntem „Öko-Punk“ einfach nicht. So grüble ich also, schweißgebadet und unsicher, ob Tag oder Nacht, in meinem Bett, wie ich mit meiner spontan Entscheidung zur Rallye mit David im Sommer umgehe. Mach ich einen Rückzieher oder gibt es eine andere Lösung.

Und irgendwann formt sich ein Bild im Kopf. Wir fahren die Rallye mit einem Baum auf dem Dach, kompensieren die den CO2-Ausstoß und bringen alle Rallye-Teams dazu es uns nachzutun. GEIL!!! Und bei mir an der Uni gibt es doch sogar ein CO2-Kompensationsprojekt. Die Website ist schnell gecheckt und genauso schnell wird klar, das ist recht komplex, was da erklärt wird. Zudem ist das Projekt nur auf Flüge und nicht auf Autofahrten ausgelegt. Gibt es da nicht irgendeine App, über die wir das laufen lassen können? Ein wenig nutzerfreundlicher, als die Webseiten, die man so kennt?

Verwundert stelle ich fest, es gibt sie nicht! Was liegt da näher, als das Ding selbst zu bauen. Ein „tool“ das dem willigen User hilft seine Auto-, oder Flugstrecken mobil, in wenigen Schritten zu kompensieren. Ohne Verurteilung, wer, wann, wieso, wohin fliegt oder fährt. Als Brücke zu einem nachhaltigeren Bewusstsein.

WIEN …..RINGELINGELING….. BERLIN

Ein 20 minütiges Telefonat später steht es fest. David und ich ziehen das zusammen durch. Wir bauen eine App, die den Prozess der CO2-Kompensation für den Privatnutzer revolutioniert. Ab jetzt, soll jeder, der sich den guten Vorsatz nimmt, seinen CO2-Austoß zu kompensieren nicht mehr durch lästige Internetseiten und Onlineüberweisungen davon abgehalten werden. Die App wird dem User sogar dabei helfen an sein gutes Vorhaben zu denken, indem bei Überschreiten einer selbst festgelten Distanz (z.B. 100km) eine kleine Erinnerung an ihn rausgeht.

Wir sind bereit. Das Projekt „CO2mpensio“ ist geboren.