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22. Juni 2016 | David

Ein wilder Ritt von 1032km durch das Herz Schwedens

Nach einem frühen Start machten wir uns auf den Weg nach Jonköping und den Vättern-See, wo uns im „Land der Trolle“ einige Road-Challenges erwarteten, die wir trotz Zeitdruck erfüllen wollten. Zunächst hieß es ein Polar-Expeditionsmuseum zu finden, dann auf dem höchsten Punkt am See entlang ein Foto mit dem größten Findling zu machen (was wir leider nicht gefunden haben) und dann anschließend vor dem Schloss von Vadstena ein Foto zu machen.

Entlang der Route faszinierte uns die Masse an idyllischen kleineren und größeren Seen, die idealen Straßenbedingungen auf den schier endlosen Landstraßen durch die dichten Wälder Schwedens und die typischen dunkelroten Häuschen mit den weißen Fenstern. Und dieses Terrain lag dem Kompensator bestens, so dass wir mit 100-110km/h über den Asphalt schwebten und richtig gut voran kamen.

Und nun profitierten wir auch davon dass wir immer weiter Richtung Norden kamen und am Montag mit Midsommar der längste Tag im Jahr war: Es wurde einfach nicht dunkel und wir fuhren bei gefährlich tief stehender Sonne und gleißendem Licht in die schwedische Nacht, die sich nur nicht wie Nacht anfühlen wollte. Fasziniert von einem prächtigen Farbenspiel am Himmel und dem sich im Wasser reflektierenden Sonnenlicht nutzten wir diese einmalige Stimmung noch für ein paar schöne Fotos und genossen trotz einsetzender Müdigkeit diese intensive Tages-Etappe.

Gegen 00:30 und nach 1032 Kilometern samt der Erkenntnis, dass es nicht mehr dunkel werde würde, suchten wir uns dann schließlich ein Nachtlager, gönnten uns ein Feierabend-Bierchen, bauten bei massivsten Mückenattacken das Zelt auf und fielen tot ins Bett.