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26. Juni 2016 | David

Endlich mal wieder Sonne in Finnland und ein Schlafplatz am Roten See

Nach einer weiteren Nacht mit hervorragendem Schlaf an dem wundervollen Fjord im Norden Norwegens, ging es nach einem kleinen Frühstück weiter in Richtung Finnland. In Norwegen hatten wir alle Aufgaben und Challenges erfolgreich gemeistert, es fehlte nur noch (sowohl für die Rallye als auch für uns) das Fangen eines Fisches.

Als wir nach einigen Kilometern die Fische im Fjord in Ufernähe aus dem Wasser springen sahen, witterten wir unsere Chance und warfen die Angel ins Wasser. Doch außer viel Fachgeplänkel und großen Sprüchen kam nicht viel Zählbares bei rum. Und ist eine der großen Tugenden des Anglers ja die Geduld, brachen wir das Ganze nach einer halben Stunde ab und bestätigten noch einmal selbst, dass es definitiv die falsche Tageszeit war und die Fische einfach noch nicht beißen.

Bevor es weiterging, galt es aber noch die Route etwas zu planen, da wir sowohl Finnland mitnehmen aber auch etwas länger in Russland unterwegs sein wollten. Durch die Flüchtlingsströme sind die zwei nördlichsten Grenzübergänge von Finnland nach Russland nämlich seit einigen Monaten geschlossen, so dass wir entweder über Norwegen ohne Finnland oder an einem der südlicheren Punkte nach Russland übersetzen konnten, wofür wir uns entschieden. Weiter ging es also – nun mit der geöffneten Finnland-Karte nachdem uns die Skandinavienkarte gute Dienste erwiesen hat.

Durch den zentralen Treffpunkt am Nordkap trafen wir nun auch einige andere Teams und setzten dann nach 2 Stunden im Auto nach Finnland über. Dort erwartete uns ebenfalls beste Straßenbedingungen, allerdings änderte sich sowohl die Landschaft als die Richtung die nächsten Stunden kaum und wir fuhren mehr oder weniger geradeaus durch die Landstraßen Nordfinnlands.

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Gegen Abend wurde es dann wieder etwas abwechslungsreicher und ein See nach dem Anderen schimmerte im herrlichen Licht der tief stehenden Abendsonne (Morgen – Mittag – Abend – Nacht, die Grenzen sind hier sehr fließend und kaum wahrnehmbar). Als Tages-Challenge stand ein Treffen mit möglichst vielen Teams an, um gemeinsam ein Feuer mit einem BSC-gebrandeten Holzblock zu machen. Mit gewohnt intensiver Vorbereitung verabredeten wir uns mit dem Team Roadrunner, die schon seit einer Weile an einem idyllischen See campierten und uns schon von den „drölfmillionen“ Mücken berichteten, die sich schon auf weitere wilde, ungeduschte Rallye-Piloten freuten.

Aus dem geplanten Grillen wurde für uns leider nichts, da die finnischen Läden schon zu hatten und wir zunächst wieder auf eine Dose Ravioli zurückgreifen mussten. Als der erste Hunger gestillt war, warfen wir dann gegen Mitternacht die Angel ins Wasser(das war der Tipp eines Locals, die Hechte beißen um diese Uhrzeit wohl besonders gut) und tranken einen Mix gut gekühlter Biere aus Deutschland, Dänemark, Norwegen und Finnland. Die mangelnden Fangerfolge wurden durch den violett-rot glänzenden See und die dahinterliegenden Berge wettgemacht, die ebenso in tiefroter Farbe ein Postkartenreifes Bild lieferten.

Abschließend genossen wir noch ein paar heiße Folienkartoffeln am Lagerfeuer und konnten auch mal wieder eine warme Dusche genießen, bevor wir dann mit etwas Sicherheitsabstand zum schnarchenden Nachbarteam in unserem Zelt verschwanden.