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19. Juni 2016 | David

Schock kurz vor Kopenhagen – Der Kompensator will nicht mehr

Nach dem erfolgreichen Start und kurzem Zwischenstopp in Flensburg sollte unser erstes Etappenziel Kopenhagen sein, um dort mit Hans-Peter Motzfeldt – Grönländer und ehemaliger Handball-Kollege von David – ein paar Bier zu trinken und sich die Stadt anzuschauen.

Ungefähr eine halbe Stunde vor Kopenhagen rief Maik an, um sich zu erkundigen wie die Party war und ob der Start pannenfrei ablief. Daraufhin war Davids Antwort nur, dass der Kompensator schnurrt wie ein Kätzchen und bestens läuft. Keine zwei Minuten später und noch während des Telefonats krachte es dann, der Drehzahlmesser und Tacho drehte kurz voll auf und der Wagen verlor komplett seine Kraft. Gang raus, Gang rein, außer etwas Krachen tat sich nichts, so dass wir den Wagen auf der nächsten Ausfahrt (bei noch laufendem Motor) ausrollen ließen.

Jetzt konnten wir zeigen was wir (nicht) draufhaben und nach kurzem Öffnen des Motors und der Diagnose, dass der Motor noch gut läuft – es also irgendwas anderes sein musste – riefen wir den ADAC an, der dann auch gleich den dänischen Pannennotdienst schickte. Während des Wartens kam dann auch Hans-Peter hinzu und half uns den Pannendienst so zu instruieren, dass wir in die nächste VW-Werkstatt getragen wurden.

Die anschließende Suche nach einem Hotel in Kopenhagen gestaltete sich auch alles andere als einfach, da die zentral gelegenen Hotels fast ausnahmslos ausgebucht waren. Irgendwann war es dann mit Hans’ Hilfe geschafft und er lud uns vor dem WakeupCopenhagen in Nähe das Bahnhofs aus, wo wir dann etwas konsterniert und todmüde ins Bett fielen. Nach dem idealen Start hatten wir uns das Ende des Tages komplett anders vorgestellt.

Da an dem darauffolgenden Sonntag keine Aussicht auf Hilfe bestand, nutzten wir die Zeit für etwas Sightseeing in Kopenhagen und tankten Kraft bei Musik, Getränken und Essen in der Christiania, um am nächsten Morgen direkt bei der Werkstatt auf der Matte zu stehen. Unsere vorsichtige Hoffnung war, dass wir den Wagen schnell und vor allem relativ günstig repariert bekommen und spätestens Dienstagmittag wieder unterwegs sein können.

Nach dem entspannten Tag in Kopenhagen und der zweiten Nacht im Hotel ging es also am Montag früh zur Werkstatt. Dort fiel der Wagen natürlich schon auf. Als der erste Service-Mitarbeiter dann meinte, dass sie sich den Wagen vermutlich erst am Dienstag anschauen könnten, legten Markus und ich uns natürlich richtig ins Zeug und schilderten unsere Mission mit größtmöglicher Leidenschaft, so dass der Wagen eine Stunde später dann auf dem Prüfstand kam. Wie schon von Davids Onkel Manfred per Telefondiagnose vermutet, war es die Antriebswelle (dänisch: Drivaksel), die schlapp gemacht hat.

Das Teil sei morgen frühestens verfügbar, hieß es. Auch hier kämpften wir wieder um jede Stunde und nachdem wir anboten, das Teil (egal wo) mit einem Leihwagen zu holen, wurden noch ein paar Anrufe getätigt und das Teil wurde bei einem lokalen Händler ausfindig gemacht, der es auch gleich liefern könne. Als wir dann hörten, dass das Teil dann gleich eingebaut und wir gegen 14 Uhr wieder auf der Bahn sein könnten, kannte die Freude bei uns keine Grenzen und wir lagen Lau (dem super netten Mechaniker) in den Armen.

Vielen Dank an den VW-Händler Glostrup und insbesondere Lau für die schnelle und super freundliche Hilfe!