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24. Juni 2016 | David

Vom Rallye- in den Cruising-Modus durch die spektakuläre Landschaft Norwegens

Nach der Party und den kurzen Nächten zuvor konnten wir nun endlich ohne Zeitdruck ausschlafen. Und das letzte bißchen Müdigkeit war dann nach der kältesten Dusche der Welt auch wie weggeblasen, so dass es nach einem kleinen Frühstück gegen Mittag weiter in Richtung Tromso und die Lyngen-Alpen weitergehen konnte.

Beim Losfahren konnten wir dann auch noch die eigentlich schon verpasste Surströmming-Challenge starten, nachdem wir es in Schweden verpasst haben diese „Delikatesse“ zu kaufen und uns ein weiteres Team großzügigerweise ihre Dose überließ. Surströmming ist ein in Säure haltbar gemachter Fisch in der Dose, den wir 200km im Auto transportieren müssen. Klingt einfach, ist es aber nicht da es die kleine Zusatzbedingung gibt dass die Dose geöffnet transportiert werden muss. Und den Geruch dieses Fisches kann man nicht in Worte fassen, einen derartig hefitgen und an Fäkalien erinnernden Gestank muss man selbst erleben, und das am Besten 200km auf der Landstraße. Wir und der Kompensator haben es jedenfalls überlebt und uns die 20 Punkte gesichert.

Zwar regnete es die meiste Zeit und es war bewölkt, aber dies kann der Schönheit der Lofoten keinen Abbruch tun, die Landschaft ist einfach nur unglaublich schön. So cruisten wir also über die Lofoten in Richtungen Lyngen-Alpen und waren alle 2km versucht anzuhalten da ein spektakulärer Ort dem nächsten folgte. Leider hatten wir in genau dem Moment die Kamera nicht zur Hand als wir an zwei Elchen die seelenruhig am Fahrbahnrand standen vorbeifuhren. Nachdem wir drehten und uns vorsichtig näherten waren sie leider nicht mehr ganz so nah, einfangen mit der Kamera konnten wir sie aber trotzdem noch.

Als Tagesziel suchten wir uns die Lyngen-Alpen aus, nachdem Henryk vom Reiseblog Out Of Office (Wie schön ist Norwegen) diese vor einigen Monaten zum Skifahren besuchte und einfach nur davon schwärmte. Und er hatte nicht zu viel versprochen. Der türkisblaue Fjord mit den wolkenverhangen und leicht schneebedeckten Bergen ist ein einmaliges Szenario, so dass wir auch das erste Mal die mit Hans getauschte Angel einsetzten. Aber aller Anfang ist schwer und wir mussten gegen 23 Uhr und bei vollkommener Helligkeit die Suche nach einem Nachtlager ohne frischen Lachs fortsetzen.

Für die Nacht machte das Wildcamping-Paradies Norwegen seinem Namen alle Ehre. Nahe einer kleinen Brücke floss ein Gebirgsbach gesäumt von viel Grün und kleinen Häusern in den Fjord, daneben saftig grünes Gras, eine Feuerstelle, eine Bank und auf jeder Seite wunderschönes Bergpanorama. Bei einem kühlen Bier, einem kleinen Feuerchen und einem Gute-Nacht-Snack ließen wir die Eindrücke des Tages auf uns wirken und genossen einmal mehr die Schönheit der norwegischen Natur.